ERFOLG DURCH INNOVATION

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Pulvergülle

Innovatives Trocknungsverfahren für Gülle
mit Stickstofffixierung (UN565)

 
HINTERGRUND

Die flüssigen Abfälle in Form von Gülle und Gärresten stellen landwirtschaftliche Betriebe und Kommunen vor großen Herausforderungen: Gülle muss entweder gelagert oder transportiert oder durch Dritte entsorgt werden. Trotz hoher Transportkosten ist es gängige Praxis, die flüssigen Abfälle in Landbauregionen mit hohem Nährstoffbedarf zu transportieren. Seitens der Gesetzgebung kommt nun eine Verschärfung der Bedingungen zur Ausbringung von Gülle hinzu. Der Bedarf an alternativen Lösungen auf dem Gebiet der Gülleverarbeitung ist groß.
 
ERFINDUNG

Eine Lösung präsentieren Forscher aus dem Zentrum für Umweltforschung und nachhaltige Technologien der Universität Bremen und dem Leibniz-Institut für werkstofforientierte Technologien. Sie entwickelten ein Verfahren, das die Gülle trocknet, den anfallenden Stickstoff und organische Substanz zurückführt und dieses an das Adsorber-Material Zeolith haftet. Auf diese Weise wird nicht nur Gülle verarbeitet; man erhält zusätzlich einen hochwertigen Substratdünger als Endprodukt. Besonders interessant an der patentgeschützten Idee ist, dass durch die Verwendung des Zeoliths Stickstoff aus der Abluft gebunden und anschließend nährstoffhaltige organische Substanz aus dem landwirtschaftlichen Abfall daran geheftet wird. Dadurch wird ein rieselfähiger, transportwürdiger Dünger erhalten, der entweder selbst verwendet oder verkauft werden kann. Die Idee trägt zu einem nachhaltigen Nährstoffmanagement bei und ist konzeptionell entwickelt. Rückführraten von Stickstoff konnten im Labormodell ermittelt werden und betrugen 80 %. Dabei kommt das Verfahren weitgehend ohne die Zugabe von Schwefelsäure aus. Für die Weiterentwicklung und Umsetzung der Idee ist der Bau einer Pilotanlage mit einem Kooperationspartner geplant.
 
 
VORTEILE UND ANWENDUNGEN

Durch die innovative Verfahrenskombination kann auf die sonst übliche Zugabe von Chemikalien (Säuren) zur Behandlung ammoniakhaltiger Abluft verzichtet werden. Auch sind nachgeschaltete Verfahrensschritte wie Granulierung oder Pelletierung des Produktes nicht notwendig, sondern der entstehende nährstoffhaltige Dünger liegt trocken und rieselfähig vor.
Das Anwendungsgebiet für die Innovation ist der Bereich Aufbereitungstechnologien für landwirtschaftliche Abfälle.
 
 

ANWENDUNGSBEREICH

Landwirtschaft, Agrarwirtschaft

SCHLÜSSELWÖRTER

Gülle, Aufbereitungstechnologien, Stickstoffdünger

SCHUTZRECHTE

10 2018 116 414.9 angemeldet

ANGEBOT

Lizenzierung, Verkauf, Kooperation

EINE ERFINDUNG VON

Universität Bremen,
Leibniz-Institut für werkstofforientierte Technologien

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